Griselda schlägt in ihrem Kommentar zu den Maiblumen vor, Flecken einfach zu umsticken und mit Datum und Namen des Urhebers zu versehen.   Als ob sie  Gedanken lesen könnte. Das habe ich nämlich vor kurzem gerade gemacht, einen Fleck ”vergoldet”.

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Nur auf die Idee mit dem Namen bin ich nicht gekommen. Man könnte natürlich auch die Substanz dazuschreiben, die den Fleck verursacht hat.

Dazu kam ich, nachdem ich über die japanische Kunst gelesen hatte, zerbrochenes Geschirr zu reparieren,  Kintsugi genannt.  Risse werden nicht kaschiert sondern vergoldet, abgeschlagene Stellen mit Lack- oder Goldstücken ersetzt.  (Hier ein Artikel auf Englisch  dazu, und  die Werke einer zeitgenössischen Keramikerin: Geschirr von Joana Meroz).

Im textilen Bereich heißt die Kunst, Stoffe zu reparieren, Boro. Auch dort geht es nicht darum, die Flickstelle unsichtbar zu machen, sondern als Teil der Geschichte zu “ehren”.  Das Stopfen eines Loches ist eine Form der Wertschätzung dem Hersteller, der Geschichte und dem Träger des Kleidungsstücks gegenüber. Diese Haltung habe ich zuerst bei Mairuru entdeckt und darüber letztes Jahr auch schon einmal geschrieben. Nun habe ich dazu noch diesen Blog Sri Threads  gefunden. Wenn euch dieses Thema interessiert, schaut euch dort einmal die Textilien an, ich finde manche Stücke einfach atemberaubend schön.

Was das Geschirr betrifft, so könnte ich mich auch da endlos betätigen, ich brauche nur noch Goldstaub. Im Keller warten nämlich eine Menge Scherbenreste. (Ja, es gab ein Bollhagen-Massaker, und unten links, das war meine Lieblingstasse von hier). 

 

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